Wofür brauchen wir das Internet?
Kreativ bleiben
Aus aktuellem Anlass ein weiterer ziemlich spezieller Eintrag. 5 Euro dafür in die Nerd-Kasse :-)
Die GEMA hat ein Lizenzmodell für Podcasts veröffentlicht. Das klingt zunächst verheissungsvoller, als es eigentlich ist. Im Prinzip ist dieses Modell auf Podcasts zugeschnitten, die Musik als Hintergrundgeplänkel benutzen. Ein DJ-Mix wäre zum Beispiel in folgender Form möglich:
Ein Podcast pro Monat mit nicht mehr als 31 Tracks, von denen jeder einzelne nur zu maximal 50% ausgespielt werden darf. Der Podcast darf nicht länger als 30 Minuten sein, es muss in jeden Track hineinmoderiert und es dürfen keine ID-Tags gesetzt werden. Der reine Wortanteil [ohne Musik im Hintergrund] muss 7 1/2 Minuten betragen.
Ab jetzt also immer schön reinquatschen in die Tracks - für mehr Transparenz beim Auflegen! - und hinterher noch einige sehr wichtige Neuigkeiten verbreiten. Außerdem nicht vergessen, die 30 Euro pro Monat an die GEMA zu überweisen.
Gesehen bei De-Bug.
So etwas wie Ordnung im System
Es hat sich in letzter Zeit wieder ein ganzer Haufen Samples angesammelt, in den ich irgendwie Ordnung bringen muss. Ich habe lange nach einer Software gesucht, die das Sortieren von Samples vereinfacht - Auftritt AudioCollect. Das Design wirkt holprig und der Name des Herstellers lässt eher an Karnevalsartikel denken als an Audiosoftware.
Nichtsdestotrotz ist AudioCollect ein super Tool. Beispiel: Ein Batzen Drumsamples - Kickdrums, Snaredrums, Hihats - befindet sich bunt durcheinandergewürfelt in einem Ordner. Sag AudioCollect wo sich der Ordner befindet und erstelle jeweils einen Zielordner für jede Kategorie. Das Programm weist jedem Zielordner automatisch einen Shortcut zu und spielt dir die Samples aus dem Quellordner automatisch vor. Durch einen Tastendruck landet das aktuelle Sample im entsprechenden Zielordner.
In der gewonnenen Zeit lassen sich dann prima die Füße in den Badesee dippen.
Dada Land
Ich hab dich erwartet
Heute bitte alle nach Bahrenfeld fahren. Audiolith organisiert dort nämlich die Robbie Williams Aftershow-Party. Zitat Audiolith:
Das Wochenende in Hamburg steckt wieder voller Überraschungen. Manche Dinge sind recht schräg, aber Leute dies hier ist wirklich sehr sehr schräg.
Geheimwissenschaft war vorgestern
Dass auch in Rockmusik viel kopiert wird, ist [hoffentlich] nichts neues. Der mit Ebay verbandelte Service getthatsound.com macht das Epigonen-Dasein ein bisschen leichter. Die Website ist zwar nicht "2.0", aber ein Anfang ist gemacht und die Idee taucht sicherlich irgendwann noch als Wiki auf. Dazu passt hervorragend: dieser Artikel bei wired.com.
Z — z — z — z — z…
FROM Walkman to Talkman. Not content with changing the world’s music-listening habits, Apple has come up with another innovation: the talking iPod.
Die Idee ist super - endlich mal die Augen schliessen können. Bleibt abzuwarten, wie nervig sich die Stimme letztlich anhören wird und was sie zu Namen wie wie Ab/Nrml oder Zzzzzzzzzzzzzzzzzp! "sagt".
JB - JT
Bei der Temperatur von schätzungsweise einem osmanischen Dampfbad kommt einem nicht gerade der Gedanke, die Fenster zu schließen. Wenn dann aber im Nachbarhaus irgendjemand sehr sehr laut 3 Stunden lang Joan Baez-Platten hört, rückt das dann doch in den Bereich des möglichen. Ich kann mich bei diesem Vibrato-Gewimmer nicht konzentrieren. Ihr etwa?
Die neue Justin Timberlake-Single ist gut. Die Produktion scheint ein Spin-Off von "Maneater" zu sein: gerade Kick, schräge Synthesizer. Ein bisschen schade, dass der Soul etwas auf der Strecke geblieben ist. Und Justins Performance hätte auch Britney übernehmen können. Aber dieser Refrain… ganz hervorragend neben der Spur stehend. Timbaland mal wieder. Und außerdem noch ganz nah an House dran. Zwingendes Studienobjekt für alle Produzenten würde ich sagen. Bei Stereogum gibt es einen Yousendit-Link zum MP3.
Muttis kleine Helfer
Wenn die Hitze das Mütchen matschig werden und die verminderten Septakkorde nicht mehr ganz so flink über die Klaviatur huschen lässt, hilft ChordSpace. Einfach das Plugin in den VSTi-Host deiner Wahl laden, eine gute Akkordfolge überlegen und aufnehmen. Zusätzlich zur Möglichkeit, die Akkordfolgen mit der Maus einzuspielen, lassen sich acht Keyboardtasten bis zu siebenstimmige Akkorde zuweisen. Sowas gibt es doch längst, hör ich einige jetzt sagen. Aber ChordSpace ist besser, weil ihr euch damit statt der Akkordtabellen endlich mal das schicke Kylie-Poster an die Studiowand hängen könnt.


